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KaufnebenkostenCheck

Beispielrechnung · Hessen · 6 %

Hessen, 400.000 €: Steuer, Notar, Grundbuch, Makler

Rechnung anpassen

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Kaufnebenkosten gesamt29.712 €7,43 % des Kaufpreises
Grunderwerbsteuer 6 %24.000 €Hessen
Notar und Grundbuch5.712 €1,43 % nach GNotKG
Maklerprovision0 €0 % Käuferanteil
Kaufpreis400.000,00 €
Grunderwerbsteuer (6 % auf 400.000 €, abgerundet auf volle Euro)24.000,00 €
Notar Kaufvertrag (brutto)2.944,06 €
Notar Grundschuld (brutto)930,88 €
Grundbuchamt (umsatzsteuerfrei)1.837,50 €
Maklerprovision0,00 €
Kaufnebenkosten29.712,44 €
Gesamtkosten des Erwerbs429.712,44 €
Rechenweg Schritt für Schritt
  1. Grunderwerbsteuer: Bemessungsgrundlage ist die Gegenleistung (§ 8 Abs. 1, § 9 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG): 400.000 €. Davon 6 % ergibt 24.000,00 €, abgerundet auf volle Euro (§ 11 Abs. 2 GrEStG): 24.000,00 €.
  2. Volle Gebühr nach Tabelle B für 400.000 € (§ 34 Abs. 2 GNotKG): bis 500 € = 15 €; über 500 bis 2.000 €: 3 × 4 € (je angefangene 500 €) = 12 €; über 2.000 bis 10.000 €: 8 × 6 € (je angefangene 1.000 €) = 48 €; über 10.000 bis 25.000 €: 5 × 8 € (je angefangene 3.000 €) = 40 €; über 25.000 bis 50.000 €: 5 × 10 € (je angefangene 5.000 €) = 50 €; über 50.000 bis 200.000 €: 10 × 27 € (je angefangene 15.000 €) = 270 €; über 200.000 bis 500.000 €: 7 × 50 € (je angefangene 30.000 €) = 350 €. Summe: 785,00 €. Jede Gebühr ist ein Vielfaches davon (2,0 / 1,0 / 0,5).
  3. Volle Gebühr für die Grundschuld über 320.000 €: 635,00 €. Daraus folgen die 1,0-Gebühr für die Beurkundung (KV 21200) und die 1,0-Gebühr des Grundbuchamts (KV 14121).
  4. Auslagen und Umsatzsteuer: Die Notargebühren erhöhen sich um Auslagen (Pauschale KV 32005, Dokumentenpauschale, Grundbuchabrufe). Auf Gebühren und Auslagen kommt 19 % Umsatzsteuer. Gerichtskosten des Grundbuchamts sind umsatzsteuerfrei.
  5. Makler: 400.000 € × 0 % = 0,00 €. Bei Beauftragung durch beide Seiten müssen die Anteile gleich hoch sein (§ 656c BGB).
Notar: Kaufvertrag (Tabelle B, Geschäftswert = Kaufpreis, § 47 GNotKG)
KV-Nr.PostenSatzGeschäftswertBetrag
21100Beurkundung des Kaufvertrags2,0400.000 €1.570,00 €
22110Vollzug (Genehmigungen, Vorkaufsrechtsbescheinigung, Löschungsunterlagen)0,5400.000 €392,50 €
22200Betreuung (Fälligkeitsmitteilung, Umschreibungsüberwachung)0,5400.000 €392,50 €
22115XML-Strukturdaten neben Vollzugsgebühr0,1400.000 €78,50 €
Summe Gebühren2.433,50 €
32005 Post- und Telekommunikationspauschale (20 %, höchstens 20 €)20,00 €
32001 Dokumentenpauschale, 30 Seiten × 0,15 € (Schätzung)4,50 €
32011 Grundbuchabruf, 2 × 8,00 € (JVKostG Nr. 1151)16,00 €
Netto2.474,00 €
Umsatzsteuer 19 % (KV 32014)470,06 €
Notar brutto2.944,06 €
Notar: Grundschuldbestellung (Geschäftswert = Nennbetrag, § 53 GNotKG)
KV-Nr.PostenSatzGeschäftswertBetrag
21200Beurkundung der Grundschuldbestellung mit Unterwerfung1,0320.000 €635,00 €
22114XML-Strukturdaten0,2320.000 €125,00 €
Summe Gebühren760,00 €
32005 Post- und Telekommunikationspauschale (20 %, höchstens 20 €)20,00 €
32001 Dokumentenpauschale, 15 Seiten × 0,15 € (Schätzung)2,25 €
Netto782,25 €
Umsatzsteuer 19 % (KV 32014)148,63 €
Notar brutto930,88 €
Grundbuchamt (Gerichtskosten, Hauptabschnitt 4 KV GNotKG)
KV-Nr.PostenSatzGeschäftswertBetrag
14150Eintragung der Auflassungsvormerkung0,5400.000 €392,50 €
14110Eintragung als Eigentümer1,0400.000 €785,00 €
14152Löschung der Auflassungsvormerkungfest25,00 €
14121Eintragung der Grundschuld1,0320.000 €635,00 €

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Zu 400.000 € kommen in Hessen ohne Makler 29.712 € Nebenkosten hinzu, das sind 7,4 % des Preises. Davon entfallen 24.000 € auf die Grunderwerbsteuer, die Hessen mit 6 % erhebt. Notar und Grundbuch kommen auf 5.712 €, berechnet aus Tabelle B.

Seit dem 01.08.2014 verlangt Hessen 6 %. Derselbe Kauf kostete in Bayern 14.000 € und in Schleswig-Holstein 26.000 € Grunderwerbsteuer. In den Nachbarländern (Niedersachsen, Thüringen, Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen) läge die Steuer für denselben Kauf zwischen 14.000 € und 26.000 €.

Eine Stufe tiefer, bei 350.000 €, sinken die Nebenkosten ohne Makler auf 26.075 €. Eine Stufe höher, bei 450.000 €, steigen sie auf 33.450 €. Prozentual werden Notar und Grundbuch mit wachsendem Preis günstiger. Bei 400.000 € sind es 1,43 % des Kaufpreises, bei 1.000.000 € nur 1,23 %.

So verschieben sich die Kosten

  • Eigenkapital mit Puffer: Wer zu den Nebenkosten noch 10 % des Kaufpreises einbringt, braucht 69.712 € eigene Mittel.
  • Mit Makler: Ein Käuferanteil von 3,57 % erhöht die Summe um 14.280 € auf 43.992 €.
  • Ohne Finanzierung: Ein Barkauf drückt die Summe um 1.566 € auf 28.147 €.
  • Grundschuld über den vollen Kaufpreis: Die volle Grundschuld von 400.000 € macht 329 € Mehrkosten gegenüber 320.000 € aus.

Was in Hessen gilt

Fällig ist die Steuer einen Monat nach Bekanntgabe des Bescheids (§ 15 GrEStG). Gesetzlich schulden Käufer und Verkäufer die Steuer gemeinsam (§ 13 GrEStG), vertraglich übernimmt sie fast immer der Käufer. Bemessung, Befreiungen und Verfahren regelt das Bundesgesetz, nur den Satz bestimmt Hessen, derzeit 6 %.

Die Rechenlogik hinter den Gebühren

Notar und Grundbuchamt lesen aus der Tabelle B des GNotKG eine volle Gebühr für den Geschäftswert ab. Bei 300.000 € beträgt sie 635 €, bei 500.000 € 935 €. Weil die Tabelle degressiv ist, sinkt der Prozentanteil der Gebühren mit steigendem Kaufpreis.

Der zeitliche Ablauf

Zuerst wird die Auflassungsvormerkung eingetragen, dann kommt der Steuerbescheid. Die Gerichtskosten des Grundbuchamts kommen jeweils nach den Eintragungen. Die Grunderwerbsteuer ist der größte Einzelposten und Voraussetzung für die Eintragung als Eigentümer.

Städte in Hessen

Mit dem Satz von Hessen rechnen unter anderem diese Städte:

350.000 € in Hessen450.000 € in Hessen400.000 € in allen Ländern

Häufige Fragen

Hängen die Notarkosten bei 400.000 € vom Bundesland ab?

Nein, das GNotKG gilt bundesweit. Bei 400.000 € kosten Notar und Grundbuch überall 5.712 €.

Welches Eigenkapital ist bei 400.000 € in Hessen sinnvoll?

Als Untergrenze 29.712 €. Mit 10 % Eigenanteil am Kaufpreis wären es 69.712 €.

Wie viel Prozent Nebenkosten sind das bei 400.000 € in Hessen?

Ohne Makler 7,4 %, mit einem Käuferanteil von 3,57 % 11 %.

Quellen und Stand

Rechtsstand geprüft: 11.10.2026

Recherche und Pflege: Redaktion KaufnebenkostenCheck.de. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren sichtbar.

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