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KaufnebenkostenCheck

Rechner · Rechtsstand 11.10.2026

Kosten bei der Zwangsversteigerung berechnen

Wer bei einer Zwangsversteigerung den Zuschlag erhält, zahlt keinen Notar für den Kaufvertrag und keinen Makler. Dafür kommen Zuschlagsgebühr, Zinsen auf das Bargebot und die Grunderwerbsteuer auf Meistgebot und bestehen bleibende Rechte hinzu.

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Laut Versteigerungsbedingungen, oft 0.
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Tage
Beispielwert, den Termin bestimmt das Gericht.
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Erwerbskosten neben dem Gebot17.251 €7,19 % des Meistgebots
Grunderwerbsteuer13.200 €5,5 % auf 240.000 €
Sicherheitsleistung im Termin30.000 €10 % des Verkehrswerts, kein Kostenposten
PostenGrundlageBetrag
Grunderwerbsteuer§ 9 Abs. 1 Nr. 4 GrEStG: Meistgebot plus bestehen bleibende Rechte13.200,00 €
Zuschlagsgebühr 0,5GKG KV 2214, Wert nach § 54 Abs. 2 GKG1.229,00 €
Eintragung als Eigentümer 1,0GNotKG KV 14110, Geschäftswert Verkehrswert (§ 46 GNotKG)635,00 €
Zinsen auf das Bargebot§ 49 Abs. 2 ZVG, 4 % (§ 246 BGB) für 42 Tage1.104,66 €
Notar Grundschuld bruttoKV 21200, 22114, Auslagen, USt647,66 €
Eintragung Grundschuld 1,0GNotKG KV 14121435,00 €
Summe17.251,32 €

Kein Notar für einen Kaufvertrag, kein Makler: Der Zuschlag ersetzt den Vertrag. Die Gebühren für Verfahren, Termin und Verteilung werden aus dem Erlös entnommen und belasten den Ersteher nicht zusätzlich.

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Welche Kosten den Ersteher treffen

Mit dem Zuschlag wirst du Eigentümer, die Eintragung im Grundbuch berichtigt nur noch. Die Grunderwerbsteuer bemisst sich nach dem Meistgebot einschließlich der Rechte, die nach den Versteigerungsbedingungen bestehen bleiben (§ 9 Abs. 1 Nr. 4 GrEStG). Das Gericht erhebt für die Erteilung des Zuschlags eine 0,5-Gebühr nach der Tabelle des Gerichtskostengesetzes (KV 2214), berechnet aus Gebot und bestehen bleibenden Rechten (§ 54 Abs. 2 GKG). Für die Eintragung als Eigentümer fällt beim Grundbuchamt eine 1,0-Gebühr nach dem GNotKG an. Die Eintragung des Erstehers ist ausdrücklich von der Gebührenfreiheit für gerichtliche Ersuchen ausgenommen.

Bargebot, Zinsen und Sicherheit

Das Bargebot musst du bis zum Verteilungstermin an die Gerichtskasse überweisen. Ab dem Zuschlag ist es zu verzinsen (§ 49 Abs. 2 ZVG), mit dem gesetzlichen Zinssatz von 4 %. Im Termin kann ein Beteiligter Sicherheit verlangen, in der Regel ein Zehntel des Verkehrswerts. Das ist kein Kostenposten, sondern wird auf das Bargebot angerechnet. Die Bank braucht für die Finanzierung trotzdem eine Grundschuld, die wie beim Kauf notariell bestellt und eingetragen wird.

Der Rechner setzt für die Eintragung als Eigentümer den festgesetzten Verkehrswert als Geschäftswert an, weil § 46 GNotKG auf den Verkehrswert abstellt. Das Grundbuchamt kann im Einzelfall einen anderen Wert zugrunde legen.

Häufige Fragen

Muss ich bei einer Zwangsversteigerung Grunderwerbsteuer zahlen?

Ja. Das Meistgebot ist ein steuerpflichtiger Erwerbsvorgang (§ 1 Abs. 1 Nr. 4 GrEStG). Bemessungsgrundlage ist das Meistgebot plus bestehen bleibende Rechte.

Brauche ich einen Notar?

Für den Erwerb nicht, der Zuschlag ersetzt den Kaufvertrag. Nur wenn du finanzierst, beurkundet ein Notar die Grundschuld.

Quellen und Stand

Rechtsstand geprüft: 11.10.2026

Recherche und Pflege: Redaktion KaufnebenkostenCheck.de. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren sichtbar.

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