Zum Inhalt springen
KaufnebenkostenCheck

Rechner · Rechtsstand 11.10.2026

Kaufnebenkosten-Rechner für Immobilien

Grunderwerbsteuer nach Landessatz, Notar und Grundbuch exakt nach GNotKG, Maklerprovision nach § 656c BGB: Trag Kaufpreis und Bundesland ein und sieh jeden Rechenschritt bis auf den Cent.

€
%
0 eintragen, wenn kein Makler beteiligt ist. 3,57 % ist ein Beispielwert, die Höhe ist frei verhandelbar.
€
0 bei Kauf ohne Finanzierung.
€
Einbauküche, Möbel: mindert nur die Grunderwerbsteuer.
Feineinstellungen Notar
Seiten
Seiten
Abrufe
Vollzug und Betreuung fallen bei fast jedem finanzierten Kauf an. Seiten und Abrufe sind Schätzwerte, sie bewegen das Ergebnis nur um wenige Euro.
Kaufnebenkosten gesamt40.320 €11,52 % des Kaufpreises
Grunderwerbsteuer 6,5 %22.750 €Nordrhein-Westfalen
Notar und Grundbuch5.075 €1,45 % nach GNotKG
Maklerprovision12.495 €3,57 % Käuferanteil
Kaufpreis350.000,00 €
Grunderwerbsteuer (6,5 % auf 350.000 €, abgerundet auf volle Euro)22.750,00 €
Notar Kaufvertrag (brutto)2.575,16 €
Notar Grundschuld (brutto)861,86 €
Grundbuchamt (umsatzsteuerfrei)1.637,50 €
Maklerprovision12.495,00 €
Kaufnebenkosten40.319,52 €
Gesamtkosten des Erwerbs390.319,52 €

Die Grunderwerbsteuer macht 56 % deiner Nebenkosten aus, Notar und Grundbuch zusammen 1,45 % des Kaufpreises. Derselbe Kauf würde in Bayern 12.250 € Steuer kosten, in Schleswig-Holstein 22.750 €. Die Nebenkosten finanzieren Banken in der Regel nicht mit, plane sie deshalb aus Eigenkapital ein: mindestens 40.320 €.

Szenarien im Vergleich
SzenarioNebenkostenAnteilDifferenz
Deine Eingabe40.320 €11,52 %
Ohne Makler27.825 €7,95 %-12.495 €
Ohne Finanzierung (keine Grundschuld)38.873 €11,11 %-1.447 €
Gleicher Kauf in Bayern29.820 €8,52 %-10.500 €
Rechenweg Schritt für Schritt
  1. Grunderwerbsteuer: Bemessungsgrundlage ist die Gegenleistung (§ 8 Abs. 1, § 9 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG): 350.000 €. Davon 6,5 % ergibt 22.750,00 €, abgerundet auf volle Euro (§ 11 Abs. 2 GrEStG): 22.750,00 €.
  2. Volle Gebühr nach Tabelle B für 350.000 € (§ 34 Abs. 2 GNotKG): bis 500 € = 15 €; über 500 bis 2.000 €: 3 × 4 € (je angefangene 500 €) = 12 €; über 2.000 bis 10.000 €: 8 × 6 € (je angefangene 1.000 €) = 48 €; über 10.000 bis 25.000 €: 5 × 8 € (je angefangene 3.000 €) = 40 €; über 25.000 bis 50.000 €: 5 × 10 € (je angefangene 5.000 €) = 50 €; über 50.000 bis 200.000 €: 10 × 27 € (je angefangene 15.000 €) = 270 €; über 200.000 bis 500.000 €: 5 × 50 € (je angefangene 30.000 €) = 250 €. Summe: 685,00 €. Jede Gebühr ist ein Vielfaches davon (2,0 / 1,0 / 0,5).
  3. Volle Gebühr für die Grundschuld über 280.000 €: 585,00 €. Daraus folgen die 1,0-Gebühr für die Beurkundung (KV 21200) und die 1,0-Gebühr des Grundbuchamts (KV 14121).
  4. Auslagen und Umsatzsteuer: Die Notargebühren erhöhen sich um Auslagen (Pauschale KV 32005, Dokumentenpauschale, Grundbuchabrufe). Auf Gebühren und Auslagen kommt 19 % Umsatzsteuer. Gerichtskosten des Grundbuchamts sind umsatzsteuerfrei.
  5. Makler: 350.000 € × 3,57 % = 12.495,00 €. Bei Beauftragung durch beide Seiten müssen die Anteile gleich hoch sein (§ 656c BGB).
Notar: Kaufvertrag (Tabelle B, Geschäftswert = Kaufpreis, § 47 GNotKG)
KV-Nr.PostenSatzGeschäftswertBetrag
21100Beurkundung des Kaufvertrags2,0350.000 €1.370,00 €
22110Vollzug (Genehmigungen, Vorkaufsrechtsbescheinigung, Löschungsunterlagen)0,5350.000 €342,50 €
22200Betreuung (Fälligkeitsmitteilung, Umschreibungsüberwachung)0,5350.000 €342,50 €
22115XML-Strukturdaten neben Vollzugsgebühr0,1350.000 €68,50 €
Summe Gebühren2.123,50 €
32005 Post- und Telekommunikationspauschale (20 %, höchstens 20 €)20,00 €
32001 Dokumentenpauschale, 30 Seiten × 0,15 € (Schätzung)4,50 €
32011 Grundbuchabruf, 2 × 8,00 € (JVKostG Nr. 1151)16,00 €
Netto2.164,00 €
Umsatzsteuer 19 % (KV 32014)411,16 €
Notar brutto2.575,16 €
Notar: Grundschuldbestellung (Geschäftswert = Nennbetrag, § 53 GNotKG)
KV-Nr.PostenSatzGeschäftswertBetrag
21200Beurkundung der Grundschuldbestellung mit Unterwerfung1,0280.000 €585,00 €
22114XML-Strukturdaten0,2280.000 €117,00 €
Summe Gebühren702,00 €
32005 Post- und Telekommunikationspauschale (20 %, höchstens 20 €)20,00 €
32001 Dokumentenpauschale, 15 Seiten × 0,15 € (Schätzung)2,25 €
Netto724,25 €
Umsatzsteuer 19 % (KV 32014)137,61 €
Notar brutto861,86 €
Grundbuchamt (Gerichtskosten, Hauptabschnitt 4 KV GNotKG)
KV-Nr.PostenSatzGeschäftswertBetrag
14150Eintragung der Auflassungsvormerkung0,5350.000 €342,50 €
14110Eintragung als Eigentümer1,0350.000 €685,00 €
14152Löschung der Auflassungsvormerkungfest25,00 €
14121Eintragung der Grundschuld1,0280.000 €585,00 €

Ergebnis als Link teilen Die Werte stehen danach in der Adresse, z. B. für Bank oder Partner.

Was der Rechner rechnet

Kaufnebenkosten sind alle Ausgaben, die zusätzlich zum Kaufpreis anfallen, damit du Eigentümer wirst. Drei Blöcke bestimmen die Summe: die Grunderwerbsteuer, die Kosten für Notar und Grundbuchamt und, falls ein Makler beteiligt ist, dessen Provision. Der Rechner behandelt jeden Block nach seiner eigenen Rechtsgrundlage, statt mit pauschalen Prozentwerten zu schätzen.

Die Steuer folgt dem Satz des Landes, in dem das Grundstück liegt, nicht deinem Wohnsitz. Bemessungsgrundlage ist die Gegenleistung, also im Normalfall der Kaufpreis. Das Gesetz verlangt, auf volle Euro abzurunden. Notar und Grundbuchamt rechnen nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz. Beide nutzen die Tabelle B, die jedem Geschäftswert eine volle Gebühr zuordnet. Das Kostenverzeichnis legt fest, wie viele volle Gebühren ein Vorgang kostet: 2,0 für den Kaufvertrag, 1,0 für die Grundschuld, 0,5 für die Vormerkung.

So liest du das Ergebnis

Die vier Kacheln oben zeigen die Blöcke. Darunter steht die Summenrechnung bis zu den Gesamtkosten des Erwerbs. Der aufgeklappte Rechenweg zerlegt die volle Gebühr der Tabelle B Stufe für Stufe, damit du jede Zahl mit der Notarrechnung vergleichen kannst. Jede Zeile trägt die Nummer aus dem Kostenverzeichnis. Steht auf deiner späteren Rechnung dieselbe Nummer mit demselben Geschäftswert, muss auch der Betrag übereinstimmen.

Die Szenarien zeigen, wie stark einzelne Stellschrauben wirken. Ohne Makler fällt oft der größte frei verhandelbare Posten weg. Ohne Finanzierung entfallen Beurkundung und Eintragung der Grundschuld. Der Ländervergleich macht sichtbar, was allein der Standort ausmacht.

Was nicht enthalten ist

Nicht eingerechnet sind Kosten, die kein Gesetz festlegt oder die nur in Sonderfällen entstehen: Gutachter, Bereitstellungszinsen der Bank, Umzug, Renovierung, Grundsteuer ab Übergabe und Kosten für die Löschung alter Grundschulden. Letztere trägt nach üblicher Vertragsgestaltung der Verkäufer, weil er dir ein lastenfreies Grundstück schuldet. Bei Neubauten vom Bauträger kommen eigene Fragen hinzu, etwa ob die Steuer auf Grundstück und Gebäude zusammen anfällt. Das hängt vom Vertrag ab.

Beispielrechnungen

Drei vollständig durchgerechnete Fälle mit Grundschuld über 80 % des Kaufpreises, Vollzug, Betreuung und einem Maklerkäuferanteil von 3,57 %. Alle Zahlen entstehen live aus demselben Rechenkern.

KaufpreisLandGrunderwerbsteuerNotar + GrundbuchMaklerSumme
250.000 €Sachsen-Anhalt12.500 €3.932 €8.925 €25.357 €
420.000 €Bayern14.700 €6.081 €14.994 €35.775 €
680.000 €Nordrhein-Westfalen44.200 €8.983 €24.276 €77.459 €

Häufige Fragen

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten bei einer Immobilie?

Ohne Makler meist zwischen rund 5 und 8 Prozent des Kaufpreises, mit Makler häufig 8 bis 12 Prozent. Den größten Anteil hat die Grunderwerbsteuer mit 3,5 bis 6,5 Prozent. Notar und Grundbuch liegen zusammen typischerweise bei etwa 1,5 bis 2 Prozent, mit sinkendem Anteil bei höheren Kaufpreisen.

Warum rechnet der Rechner nicht einfach mit 2 Prozent für Notar und Grundbuch?

Weil die Gebühren degressiv sind: Die Tabelle B steigt langsamer als der Geschäftswert. Bei 200.000 € liegen Notar und Grundbuch prozentual höher als bei 800.000 €. Eine Pauschale überschätzt teure und unterschätzt günstige Käufe.

Muss ich die Grunderwerbsteuer auch auf die Einbauküche zahlen?

Nein, wenn die Küche als bewegliches Zubehör mitverkauft und im Vertrag mit einem realistischen Wert getrennt ausgewiesen wird. Das Finanzamt kann den Wert prüfen. Der Notar rechnet trotzdem mit dem gesamten Kaufpreis.

Wann zahle ich welche Nebenkosten?

Die Grunderwerbsteuer setzt das Finanzamt nach der Anzeige durch den Notar per Bescheid fest, fällig ist sie einen Monat nach Bekanntgabe. Notar und Grundbuchamt stellen ihre Rechnungen nach Beurkundung und Eintragung. Die Maklerprovision wird mit Abschluss des Kaufvertrags fällig, beim weitergegebenen Anteil erst, wenn der Verkäufer seinen Teil bezahlt hat.

Sind die Ergebnisse verbindlich?

Die Formeln sind exakt, das Ergebnis hängt aber von deinen Eingaben und vom Vertrag ab. Zusätzliche Vollzugstätigkeiten, mehrere Grundschulden oder Sonderregelungen ändern die Summe. Verbindlich sind der Steuerbescheid und die Kostenrechnungen.

Quellen und Stand

Rechtsstand geprüft: 11.10.2026

Recherche und Pflege: Redaktion KaufnebenkostenCheck.de. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren sichtbar.

Baufinanzierung · kostenlos

Baufinanzierung für deinen Immobilienkauf vergleichen

Schon 0,3 Prozentpunkte Zins machen über die Laufzeit viele tausend Euro aus. Mehrere Angebote lohnen sich.

  • Bis zu 3 Angebote
  • Unabhängige Berater
  • Kostenlos und unverbindlich

Kostenloser Vermittlungsservice. Für die Vermittlung erhalten wir gegebenenfalls eine Vergütung von unseren Partnern, für dich entstehen keine Kosten.

✉ Finanzierung anfragen