Die Faustregel und was dahintersteckt
Banken erwarten in der Regel, dass du mindestens die Kaufnebenkosten selbst trägst. Der Grund: Die Bank sichert ihr Darlehen über die Grundschuld am Objekt ab. Nebenkosten erhöhen dessen Wert nicht, ein Darlehen über 100 % des Kaufpreises wäre im Verwertungsfall nicht gedeckt. Je mehr Eigenkapital zusätzlich in den Kaufpreis fließt, desto niedriger ist der Beleihungsauslauf und desto günstiger werden die Zinsangebote meist. Konkrete Grenzen legt jede Bank selbst fest.
Wie der Rechner das Darlehen bestimmt
Das Darlehen ergibt sich aus Kaufpreis plus Nebenkosten minus Eigenkapital. Weil die Grundschuld in Höhe des Darlehens eingetragen wird und ihre Gebühren selbst zu den Nebenkosten gehören, rechnet der Rechner das in mehreren Durchläufen aus, bis sich der Betrag nicht mehr ändert. Die Monatsrate folgt aus Zins plus anfänglicher Tilgung, die Restschuld nach zehn Jahren aus der Annuitätenformel mit monatlicher Zahlung. Zins und Tilgung sind Beispielwerte, trag dein Angebot ein.
Häufige Fragen
Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Immobilie?
Mindestens die Kaufnebenkosten, also je nach Land und Makler etwa 5 bis 12 % des Kaufpreises. Viele Banken bieten bessere Konditionen, wenn zusätzlich 10 bis 20 % des Kaufpreises aus Eigenmitteln kommen.
Kann ich die Nebenkosten mitfinanzieren?
Manche Banken bieten Finanzierungen über 100 % an. Sie sind in der Regel teurer, weil das Risiko für die Bank steigt, und setzen ein sehr gutes Einkommen voraus.
Quellen und Stand
Rechtsstand geprüft: 11.10.2026
- GrEStG (gesetze-im-internet.de)
- GNotKG mit Kostenverzeichnis (gesetze-im-internet.de)
- § 656c BGB (gesetze-im-internet.de)
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