Zu 250.000 € kommen in Bayern ohne Makler 12.682 € Nebenkosten hinzu, das sind 5,1 % des Preises. Davon entfallen 8.750 € auf die Grunderwerbsteuer, die Bayern mit 3,5 % erhebt. Notar und Grundbuch kommen auf 3.932 €, berechnet aus Tabelle B.
Der Satz von 3,5 % gilt in Bayern seit dem 01.01.1997. Bayern ist das einzige Land, das keinen eigenen Satz festgelegt hat. Dort gilt weiterhin der Bundessatz von 3,5 % aus § 11 Abs. 1 GrEStG, der seit dem 1. Januar 1997 unverändert ist. Bayern hat mit 3,5 % den niedrigsten Satz aller Länder, günstiger geht es bei der Steuer nirgends. Die angrenzenden Länder Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen, Sachsen kommen bei 250.000 € auf 12.500 € bis 15.000 € Grunderwerbsteuer.
Die Nachbarstufen: 10.282 € bei 200.000 € und 15.194 € bei 300.000 €. Weil die Tabelle B degressiv verläuft, sinkt der Prozentanteil für Notar und Grundbuch mit steigendem Preis: hier 1,57 %, bei 200.000 € 1,64 %.
So verschieben sich die Kosten
- Ohne Finanzierung: Ein Barkauf drückt die Summe um 1.083 € auf 11.599 €.
- Grundschuld über den vollen Kaufpreis: Die volle Grundschuld von 250.000 € macht 243 € Mehrkosten gegenüber 200.000 € aus.
- Eigenkapital mit Puffer: Nebenkosten plus 20 % Eigenanteil am Kaufpreis ergeben 62.682 €.
- Mit 10.000 € Inventar: 10.000 € Inventar mit eigenem Preis bringen 350 € weniger Grunderwerbsteuer, festgesetzt würden 8.400 €.
Was das Land verlangt
Plane die Steuer so ein, dass sie zum Bescheid verfügbar ist, denn die Unbedenklichkeitsbescheinigung hängt daran. Steuerschuldner sind beide Vertragsparteien, deshalb kann sich das Finanzamt notfalls auch an den Verkäufer halten. Wer den Bescheid schickt, richtet sich nach dem Grundstück, nicht nach deinem Wohnsitzfinanzamt.
Ersteigern statt kaufen
Mit dem Zuschlag wirst du Eigentümer, das Grundbuch wird nur berichtigt. Im Termin kann eine Sicherheit von einem Zehntel des Verkehrswerts verlangt werden. Die Eintragung des Erstehers kostet beim Grundbuchamt eine 1,0-Gebühr.
Vorkaufsrecht der Gemeinde
Gemeinden haben in bestimmten Fällen ein gesetzliches Vorkaufsrecht (§§ 24 ff. BauGB). Erst wenn die Gemeinde verzichtet oder kein Recht besteht, wird der Kaufpreis fällig. Extragebühren entstehen dafür nicht, die Vollzugsgebühr deckt es ab.
Stadtseiten in Bayern
Auf den Stadtseiten ist der Rechner bereits auf 3,5 % eingestellt:
200.000 € in Bayern300.000 € in Bayern250.000 € in allen Ländern
Häufige Fragen
Wie viel Eigenkapital brauche ich bei 250.000 € in Bayern?
Die Nebenkosten von 12.682 € sollten aus eigenen Mitteln kommen, besser zusätzlich 10 bis 20 % des Preises.
Wie viel Prozent Nebenkosten sind das bei 250.000 € in Bayern?
Ohne Makler 5,1 %, mit einem Käuferanteil von 3,57 % 8,6 %.
Wie hoch sind die Notarkosten bei 250.000 € Kaufpreis?
3.932 € einschließlich Grundschuld über 200.000 €. Kaufst du bar, sind es 2.849 €.
Quellen und Stand
Rechtsstand geprüft: 11.10.2026
- GrEStG (gesetze-im-internet.de)
- GNotKG mit Kostenverzeichnis (gesetze-im-internet.de)
- § 656c BGB (gesetze-im-internet.de)
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