Wer in Sachsen 700.000 € für Haus oder Wohnung zahlt, braucht ohne Makler weitere 47.658 €, mit hälftiger Provision 72.648 €. Die Steuer von 5,5 % macht mit 38.500 € den Löwenanteil aus. Die Gebühren nach GNotKG betragen 9.158 € und wären in jedem anderen Land identisch.
In Sachsen liegt die Grunderwerbsteuer seit dem 01.01.2023 bei 5,5 %. Sachsen erhebt seit dem 1. Januar 2023 einen Satz von 5,5 %. Die Spanne zwischen den Ländern reicht bei diesem Preis von 24.500 € bis 45.500 €. Zum Vergleich mit den angrenzenden Ländern Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg: dort wären es 24.500 € bis 45.500 €.
Zum Einordnen: 600.000 € kosten in Sachsen ohne Makler 40.978 € Nebenkosten, 800.000 € kosten 54.144 €. Notar und Grundbuch wachsen langsamer als der Kaufpreis. Bei 700.000 € machen sie 1,31 % aus, bei 200.000 € wären es 1,64 %.
Stellschrauben bei diesem Kauf
- Grundschuld über den vollen Kaufpreis: Die volle Grundschuld von 700.000 € macht 350 € Mehrkosten gegenüber 560.000 € aus.
- Mit 10.000 € Inventar: 10.000 € Inventar mit eigenem Preis bringen 550 € weniger Grunderwerbsteuer, festgesetzt würden 37.950 €.
- Eigenkapital mit Puffer: Nebenkosten plus 20 % Eigenanteil am Kaufpreis ergeben 187.658 €.
- Mit Makler: Mit hälftig geteilter Provision von 7,14 % kommen 24.990 € hinzu, zusammen 72.648 €.
Steuer, Finanzamt, Fälligkeit
Wer den Bescheid schickt, richtet sich nach dem Grundstück, nicht nach deinem Wohnsitzfinanzamt. Den Satz von 5,5 % legt Sachsen selbst fest, die Länder dürfen das seit 2006 nach Art. 105 Abs. 2a Satz 2 GG. Mitverkauftes Inventar mit eigenem Preis mindert die Bemessungsgrundlage, die Erhaltungsrücklage einer Wohnung dagegen nicht.
Was der Notar kostet
Den Notar darfst du frei wählen, auch außerhalb von Sachsen. Preisunterschiede zwischen Notaren gibt es nicht, das Gesetz legt jede Gebühr fest. Eintragungen nimmt das Grundbuchamt beim zuständigen Amtsgericht vor und rechnet nach Hauptabschnitt 4 des Kostenverzeichnisses ab.
So entsteht die Notargebühr
Notar und Grundbuchamt lesen aus der Tabelle B des GNotKG eine volle Gebühr für den Geschäftswert ab. Über 500.000 € steigt sie um 80 € je angefangene 50.000 €. Der Satz aus dem Kostenverzeichnis entscheidet, wie viele volle Gebühren anfallen.
Für diese Städte gilt derselbe Satz
Auf den Stadtseiten ist der Rechner bereits auf 5,5 % eingestellt:
600.000 € in Sachsen800.000 € in Sachsen700.000 € in allen Ländern
Häufige Fragen
Was kosten Notar und Grundbuch bei 700.000 €?
Zusammen 9.158 €, davon entfallen auf den Kaufvertrag beim Notar 4.677 €. Ohne Finanzierung 6.585 €.
Grunderwerbsteuer für 700.000 € in Sachsen: wie viel?
38.500 €, das sind 5,5 % des Kaufpreises.
Hängen die Notarkosten bei 700.000 € vom Bundesland ab?
Die Gebühren sind überall gleich, in Sachsen wie in jedem anderen Land.
Quellen und Stand
Rechtsstand geprüft: 11.10.2026
- GrEStG (gesetze-im-internet.de)
- GNotKG mit Kostenverzeichnis (gesetze-im-internet.de)
- § 656c BGB (gesetze-im-internet.de)
Recherche und Pflege: Redaktion KaufnebenkostenCheck.de. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren sichtbar.