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KaufnebenkostenCheck

Beispielrechnung · Sachsen · 5,5 %

Sachsen, 350.000 €: Steuer, Notar, Grundbuch, Makler

Rechnung anpassen

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Kaufnebenkosten gesamt24.325 €6,95 % des Kaufpreises
Grunderwerbsteuer 5,5 %19.250 €Sachsen
Notar und Grundbuch5.075 €1,45 % nach GNotKG
Maklerprovision0 €0 % Käuferanteil
Kaufpreis350.000,00 €
Grunderwerbsteuer (5,5 % auf 350.000 €, abgerundet auf volle Euro)19.250,00 €
Notar Kaufvertrag (brutto)2.575,16 €
Notar Grundschuld (brutto)861,86 €
Grundbuchamt (umsatzsteuerfrei)1.637,50 €
Maklerprovision0,00 €
Kaufnebenkosten24.324,52 €
Gesamtkosten des Erwerbs374.324,52 €
Rechenweg Schritt für Schritt
  1. Grunderwerbsteuer: Bemessungsgrundlage ist die Gegenleistung (§ 8 Abs. 1, § 9 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG): 350.000 €. Davon 5,5 % ergibt 19.250,00 €, abgerundet auf volle Euro (§ 11 Abs. 2 GrEStG): 19.250,00 €.
  2. Volle Gebühr nach Tabelle B für 350.000 € (§ 34 Abs. 2 GNotKG): bis 500 € = 15 €; über 500 bis 2.000 €: 3 × 4 € (je angefangene 500 €) = 12 €; über 2.000 bis 10.000 €: 8 × 6 € (je angefangene 1.000 €) = 48 €; über 10.000 bis 25.000 €: 5 × 8 € (je angefangene 3.000 €) = 40 €; über 25.000 bis 50.000 €: 5 × 10 € (je angefangene 5.000 €) = 50 €; über 50.000 bis 200.000 €: 10 × 27 € (je angefangene 15.000 €) = 270 €; über 200.000 bis 500.000 €: 5 × 50 € (je angefangene 30.000 €) = 250 €. Summe: 685,00 €. Jede Gebühr ist ein Vielfaches davon (2,0 / 1,0 / 0,5).
  3. Volle Gebühr für die Grundschuld über 280.000 €: 585,00 €. Daraus folgen die 1,0-Gebühr für die Beurkundung (KV 21200) und die 1,0-Gebühr des Grundbuchamts (KV 14121).
  4. Auslagen und Umsatzsteuer: Die Notargebühren erhöhen sich um Auslagen (Pauschale KV 32005, Dokumentenpauschale, Grundbuchabrufe). Auf Gebühren und Auslagen kommt 19 % Umsatzsteuer. Gerichtskosten des Grundbuchamts sind umsatzsteuerfrei.
  5. Makler: 350.000 € × 0 % = 0,00 €. Bei Beauftragung durch beide Seiten müssen die Anteile gleich hoch sein (§ 656c BGB).
Notar: Kaufvertrag (Tabelle B, Geschäftswert = Kaufpreis, § 47 GNotKG)
KV-Nr.PostenSatzGeschäftswertBetrag
21100Beurkundung des Kaufvertrags2,0350.000 €1.370,00 €
22110Vollzug (Genehmigungen, Vorkaufsrechtsbescheinigung, Löschungsunterlagen)0,5350.000 €342,50 €
22200Betreuung (Fälligkeitsmitteilung, Umschreibungsüberwachung)0,5350.000 €342,50 €
22115XML-Strukturdaten neben Vollzugsgebühr0,1350.000 €68,50 €
Summe Gebühren2.123,50 €
32005 Post- und Telekommunikationspauschale (20 %, höchstens 20 €)20,00 €
32001 Dokumentenpauschale, 30 Seiten × 0,15 € (Schätzung)4,50 €
32011 Grundbuchabruf, 2 × 8,00 € (JVKostG Nr. 1151)16,00 €
Netto2.164,00 €
Umsatzsteuer 19 % (KV 32014)411,16 €
Notar brutto2.575,16 €
Notar: Grundschuldbestellung (Geschäftswert = Nennbetrag, § 53 GNotKG)
KV-Nr.PostenSatzGeschäftswertBetrag
21200Beurkundung der Grundschuldbestellung mit Unterwerfung1,0280.000 €585,00 €
22114XML-Strukturdaten0,2280.000 €117,00 €
Summe Gebühren702,00 €
32005 Post- und Telekommunikationspauschale (20 %, höchstens 20 €)20,00 €
32001 Dokumentenpauschale, 15 Seiten × 0,15 € (Schätzung)2,25 €
Netto724,25 €
Umsatzsteuer 19 % (KV 32014)137,61 €
Notar brutto861,86 €
Grundbuchamt (Gerichtskosten, Hauptabschnitt 4 KV GNotKG)
KV-Nr.PostenSatzGeschäftswertBetrag
14150Eintragung der Auflassungsvormerkung0,5350.000 €342,50 €
14110Eintragung als Eigentümer1,0350.000 €685,00 €
14152Löschung der Auflassungsvormerkungfest25,00 €
14121Eintragung der Grundschuld1,0280.000 €585,00 €

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Zu 350.000 € kommen in Sachsen ohne Makler 24.325 € Nebenkosten hinzu, das sind 6,9 % des Preises. Der größte Posten ist die Grunderwerbsteuer mit 19.250 €, also 5,5 % des Kaufpreises. Notar und Grundbuch kommen auf 5.075 €, berechnet aus Tabelle B.

In Sachsen liegt die Grunderwerbsteuer seit dem 01.01.2023 bei 5,5 %. Sachsen erhebt seit dem 1. Januar 2023 einen Satz von 5,5 %. Die Spanne zwischen den Ländern reicht bei diesem Preis von 12.250 € bis 22.750 €. Zum Vergleich mit den angrenzenden Ländern Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg: dort wären es 12.250 € bis 22.750 €.

Zum Einordnen: 300.000 € kosten in Sachsen ohne Makler 21.194 € Nebenkosten, 400.000 € kosten 27.712 €. Notar und Grundbuch wachsen langsamer als der Kaufpreis. Bei 350.000 € machen sie 1,45 % aus, bei 200.000 € wären es 1,64 %.

So verschieben sich die Kosten

  • Ohne Finanzierung: Kaufst du bar, entfallen Beurkundung und Eintragung der Grundschuld: 1.447 € weniger, insgesamt 22.878 €.
  • Eigenkapital mit Puffer: Wer zu den Nebenkosten noch 10 % des Kaufpreises einbringt, braucht 59.325 € eigene Mittel.
  • Mit 10.000 € Inventar: Weist der Vertrag 10.000 € für Küche und Möbel aus, sinkt die Steuer um 550 € auf 18.700 €.
  • Mit Makler: Ein Käuferanteil von 3,57 % erhöht die Summe um 12.495 € auf 36.820 €.

Was in Sachsen gilt

Den Kauf meldet der Notar innerhalb von zwei Wochen nach der Beurkundung dem Lagefinanzamt, du musst nichts selbst einreichen. Bemessung, Befreiungen und Verfahren regelt das Bundesgesetz, nur den Satz bestimmt Sachsen, derzeit 5,5 %. Gesetzlich schulden Käufer und Verkäufer die Steuer gemeinsam (§ 13 GrEStG), vertraglich übernimmt sie fast immer der Käufer.

Kauf über eine Zwangsversteigerung

Auch bei einer Versteigerung gilt der Steuersatz von Sachsen. Das Gericht erhebt eine 0,5-Gebühr für den Zuschlag nach dem Gerichtskostengesetz. Die Kosten für Verfahren und Verteilung werden aus dem Erlös entnommen.

Die Rechenlogik hinter den Gebühren

Notar und Grundbuchamt lesen aus der Tabelle B des GNotKG eine volle Gebühr für den Geschäftswert ab. Über 500.000 € steigt sie um 80 € je angefangene 50.000 €. Der Satz aus dem Kostenverzeichnis entscheidet, wie viele volle Gebühren anfallen.

Städte in Sachsen

Dieselbe Rechnung gilt für jede Stadt in Sachsen, zum Beispiel:

300.000 € in Sachsen400.000 € in Sachsen350.000 € in allen Ländern

Häufige Fragen

Was kosten Notar und Grundbuch bei 350.000 €?

5.075 € mit Grundschuld über 280.000 €, Vollzug, Betreuung, Auslagen und Umsatzsteuer. Ohne Grundschuld 3.628 €.

Welcher Anteil des Kaufpreises geht bei 350.000 € für Nebenkosten drauf?

Je nach Makler zwischen 6,9 % und 10,5 %.

Grunderwerbsteuer für 350.000 € in Sachsen: wie viel?

Das Finanzamt setzt 19.250 € fest, 5,5 % von 350.000 €.

Quellen und Stand

Rechtsstand geprüft: 11.10.2026

Recherche und Pflege: Redaktion KaufnebenkostenCheck.de. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren sichtbar.

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