Zu 350.000 € kommen in Sachsen ohne Makler 24.325 € Nebenkosten hinzu, das sind 6,9 % des Preises. Der größte Posten ist die Grunderwerbsteuer mit 19.250 €, also 5,5 % des Kaufpreises. Notar und Grundbuch kommen auf 5.075 €, berechnet aus Tabelle B.
In Sachsen liegt die Grunderwerbsteuer seit dem 01.01.2023 bei 5,5 %. Sachsen erhebt seit dem 1. Januar 2023 einen Satz von 5,5 %. Die Spanne zwischen den Ländern reicht bei diesem Preis von 12.250 € bis 22.750 €. Zum Vergleich mit den angrenzenden Ländern Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg: dort wären es 12.250 € bis 22.750 €.
Zum Einordnen: 300.000 € kosten in Sachsen ohne Makler 21.194 € Nebenkosten, 400.000 € kosten 27.712 €. Notar und Grundbuch wachsen langsamer als der Kaufpreis. Bei 350.000 € machen sie 1,45 % aus, bei 200.000 € wären es 1,64 %.
So verschieben sich die Kosten
- Ohne Finanzierung: Kaufst du bar, entfallen Beurkundung und Eintragung der Grundschuld: 1.447 € weniger, insgesamt 22.878 €.
- Eigenkapital mit Puffer: Wer zu den Nebenkosten noch 10 % des Kaufpreises einbringt, braucht 59.325 € eigene Mittel.
- Mit 10.000 € Inventar: Weist der Vertrag 10.000 € für Küche und Möbel aus, sinkt die Steuer um 550 € auf 18.700 €.
- Mit Makler: Ein Käuferanteil von 3,57 % erhöht die Summe um 12.495 € auf 36.820 €.
Was in Sachsen gilt
Den Kauf meldet der Notar innerhalb von zwei Wochen nach der Beurkundung dem Lagefinanzamt, du musst nichts selbst einreichen. Bemessung, Befreiungen und Verfahren regelt das Bundesgesetz, nur den Satz bestimmt Sachsen, derzeit 5,5 %. Gesetzlich schulden Käufer und Verkäufer die Steuer gemeinsam (§ 13 GrEStG), vertraglich übernimmt sie fast immer der Käufer.
Kauf über eine Zwangsversteigerung
Auch bei einer Versteigerung gilt der Steuersatz von Sachsen. Das Gericht erhebt eine 0,5-Gebühr für den Zuschlag nach dem Gerichtskostengesetz. Die Kosten für Verfahren und Verteilung werden aus dem Erlös entnommen.
Die Rechenlogik hinter den Gebühren
Notar und Grundbuchamt lesen aus der Tabelle B des GNotKG eine volle Gebühr für den Geschäftswert ab. Über 500.000 € steigt sie um 80 € je angefangene 50.000 €. Der Satz aus dem Kostenverzeichnis entscheidet, wie viele volle Gebühren anfallen.
Städte in Sachsen
Dieselbe Rechnung gilt für jede Stadt in Sachsen, zum Beispiel:
300.000 € in Sachsen400.000 € in Sachsen350.000 € in allen Ländern
Häufige Fragen
Was kosten Notar und Grundbuch bei 350.000 €?
5.075 € mit Grundschuld über 280.000 €, Vollzug, Betreuung, Auslagen und Umsatzsteuer. Ohne Grundschuld 3.628 €.
Welcher Anteil des Kaufpreises geht bei 350.000 € für Nebenkosten drauf?
Je nach Makler zwischen 6,9 % und 10,5 %.
Grunderwerbsteuer für 350.000 € in Sachsen: wie viel?
Das Finanzamt setzt 19.250 € fest, 5,5 % von 350.000 €.
Quellen und Stand
Rechtsstand geprüft: 11.10.2026
- GrEStG (gesetze-im-internet.de)
- GNotKG mit Kostenverzeichnis (gesetze-im-internet.de)
- § 656c BGB (gesetze-im-internet.de)
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