21.194 € ohne und 31.904 € mit Makler: So viel kommt in Sachsen bei einem Kaufpreis von 300.000 € obendrauf. Allein 16.500 € gehen als Grunderwerbsteuer (5,5 %) an das Finanzamt. Notar und Grundbuchamt verlangen zusammen 4.694 €, das ist in jedem Bundesland gleich.
Sachsen erhebt den Satz von 5,5 % seit dem 01.01.2023. Sachsen erhebt seit dem 1. Januar 2023 einen Satz von 5,5 %. Im günstigsten Land, Bayern, läge die Steuer bei 10.500 €, im teuersten Land bei 19.500 €. Wer über die Landesgrenze nach Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg ausweicht, zahlt bei diesem Preis 10.500 € bis 19.500 € Steuer.
Bei 250.000 € wären es 17.682 €, bei 350.000 € 24.325 €, jeweils ohne Makler und mit Grundschuld über 80 %. Notar und Grundbuch wachsen langsamer als der Kaufpreis. Bei 300.000 € machen sie 1,56 % aus, bei 200.000 € wären es 1,64 %.
Fünf Varianten zu 300.000 €
- Mit 10.000 € Inventar: Weist der Vertrag 10.000 € für Küche und Möbel aus, sinkt die Steuer um 550 € auf 15.950 €.
- Grundschuld über den vollen Kaufpreis: Eine Grundschuld über 300.000 € statt 240.000 € kostet 240 € mehr.
- Eigenkapital mit Puffer: Für Nebenkosten und 10 % Eigenanteil sind 51.194 € nötig, für 20 % Eigenanteil 81.194 €.
- Ohne Finanzierung: Ein Barkauf drückt die Summe um 1.325 € auf 19.868 €.
Was in Sachsen gilt
5,5 % ist der Wert, den Sachsen auf Grundlage seiner Gesetzgebungskompetenz für die Grunderwerbsteuer festgelegt hat. Fällig ist die Steuer einen Monat nach Bekanntgabe des Bescheids (§ 15 GrEStG). Zuständig ist das Finanzamt, in dessen Bezirk das Grundstück liegt (§ 17 GrEStG).
Wenn die Gemeinde mitreden darf
Bei Häusern und Grundstücken fragt der Notar regelmäßig bei der Gemeinde nach. Die Antwort der Gemeinde ist eine der Fälligkeitsvoraussetzungen im Kaufvertrag. Für dich bedeutet das nur etwas Wartezeit, keine zusätzlichen Kosten.
Ersteigern statt kaufen
Ersteigerst du eine Immobilie beim Amtsgericht, entfallen Notar für den Kaufvertrag und Makler. Grunderwerbsteuer zahlst du trotzdem, berechnet aus Meistgebot und bestehen bleibenden Rechten. Der Versteigerungs-Rechner stellt alle Posten zusammen.
Stadtseiten in Sachsen
Mit dem Satz von Sachsen rechnen unter anderem diese Städte:
250.000 € in Sachsen350.000 € in Sachsen300.000 € in allen Ländern
Häufige Fragen
Grunderwerbsteuer für 300.000 € in Sachsen: wie viel?
Bei 5,5 % ergeben sich genau 16.500 €.
Sind Notarkosten in Sachsen günstiger als anderswo?
Nein. Unterschiede zwischen den Ländern entstehen nur durch die Grunderwerbsteuer.
Was spare ich bei 300.000 € mit Inventar?
Bei 10.000 € Inventar 550 € Grunderwerbsteuer. Notar und Grundbuch bleiben gleich.
Quellen und Stand
Rechtsstand geprüft: 11.10.2026
- GrEStG (gesetze-im-internet.de)
- GNotKG mit Kostenverzeichnis (gesetze-im-internet.de)
- § 656c BGB (gesetze-im-internet.de)
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