14.282 € ohne und 21.422 € mit Makler: So viel kommt in Sachsen bei einem Kaufpreis von 200.000 € obendrauf. Allein 11.000 € gehen als Grunderwerbsteuer (5,5 %) an das Finanzamt. Notar und Grundbuchamt verlangen zusammen 3.282 €, das ist in jedem Bundesland gleich.
Der Satz von 5,5 % gilt in Sachsen seit dem 01.01.2023. Sachsen erhebt seit dem 1. Januar 2023 einen Satz von 5,5 %. Zum Vergleich: In Bayern wären es 7.000 € Steuer, in Schleswig-Holstein 13.000 €. Die angrenzenden Länder Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg kommen bei 200.000 € auf 7.000 € bis 13.000 € Grunderwerbsteuer.
Prozentual werden Notar und Grundbuch mit wachsendem Preis günstiger. Bei 200.000 € sind es 1,64 % des Kaufpreises, bei 1.000.000 € nur 1,23 %.
Fünf Varianten zu 200.000 €
- Mit Makler: Ein Käuferanteil von 3,57 % erhöht die Summe um 7.140 € auf 21.422 €.
- Eigenkapital mit Puffer: Für Nebenkosten und 10 % Eigenanteil sind 34.282 € nötig, für 20 % Eigenanteil 54.282 €.
- Mit 10.000 € Inventar: Mit einer Inventarliste über 10.000 € zahlt man 10.450 € statt 11.000 €, also 550 € weniger.
- Grundschuld über den vollen Kaufpreis: Die volle Grundschuld von 200.000 € macht 131 € Mehrkosten gegenüber 160.000 € aus.
Grunderwerbsteuer in Sachsen
5,5 % ist der Wert, den Sachsen auf Grundlage seiner Gesetzgebungskompetenz für die Grunderwerbsteuer festgelegt hat. Wer den Bescheid liegen lässt, verzögert die eigene Eintragung, denn das Grundbuch wartet auf die Bescheinigung des Finanzamts. Einen Freibetrag für Erstkäufer kennt das Gesetz nicht, Geschwister sind ebenfalls nicht befreit.
Die Rechenlogik hinter den Gebühren
Notar und Grundbuchamt lesen aus der Tabelle B des GNotKG eine volle Gebühr für den Geschäftswert ab. Über 500.000 € steigt sie um 80 € je angefangene 50.000 €. Der Satz aus dem Kostenverzeichnis entscheidet, wie viele volle Gebühren anfallen.
Was die Grundschuld kostet
Notar und Grundbuchamt berechnen die Grundschuld unabhängig vom Kaufvertrag. Maßgeblich ist der eingetragene Betrag, nicht die tatsächliche Darlehenssumme. Eine Grundschuld über 160.000 € kostet in Notar und Grundbuch zusammen etwa 952 €.
Stadtseiten in Sachsen
Mit dem Satz von Sachsen rechnen unter anderem diese Städte:
250.000 € in Sachsen200.000 € in allen Ländern
Häufige Fragen
Sind Notarkosten in Sachsen günstiger als anderswo?
Die Gebühren sind überall gleich, in Sachsen wie in jedem anderen Land.
Welcher Anteil des Kaufpreises geht bei 200.000 € für Nebenkosten drauf?
7,1 % ohne Makler, 10,7 % mit Makler.
Grunderwerbsteuer für 200.000 € in Sachsen: wie viel?
11.000 €, das sind 5,5 % des Kaufpreises.
Quellen und Stand
Rechtsstand geprüft: 11.10.2026
- GrEStG (gesetze-im-internet.de)
- GNotKG mit Kostenverzeichnis (gesetze-im-internet.de)
- § 656c BGB (gesetze-im-internet.de)
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